Dr. med. Gerhard H. H. Müller-Schwefe Schmerzzentrum Göppingen

Biofeedback

Biofeedback ist eine verhaltensmedizinische Methode, bei der spezifische Körpersignale (z. B. Muskelspannung, Atmung, Hauttemperatur, Puls) gemessen werden und mit Hilfe technischer, meist computergestützter Mittel sichtbar gemacht und dem Patienten zurückgemeldet werden. In diesem Sinne ist jedes Fiebermessen oder EKG eine Form von Biofeedback. Aufgrund der direkten objektiven Rückmeldung eigener psychophysiologischer Prozesse können Patienten durch Biofeedback lernen, ihre Körperfunktionen zu kontrollieren und effektiv zu beeinflussen.

In der Schmerztherapie nutzt man diese Interventionsmethode auf besondere Art und Weise. Zum einen können Patienten lernen, bestimmte verspannte Muskelgruppen willentlich zu entspannen. Zum anderen können sie lernen, die Durchblutung in bestimmten Körperteilen zu regulieren bzw. Entspannung über die Rückmeldung des Pulses oder der Atmung zu erlangen.

Die Selbstwahrnehmung körpereigener Prozesse kann gezielt geschult und verbessert werden. Im Sinne einer erhöhten Selbstwirksamkeit steigt die Überzeugung des Patienten, die Symptomatik selbst aktiv beeinflussen und verändern zu können. Zudem bietet sich dem Patienten die Möglichkeit zu erfahren, wie verschiedene Körperfunktionen miteinander in Zusammenhang stehen und auf welche Art und Weise der Organismus auf psychische oder emotionale Belastungen reagiert.

Die Effektivität und Flexibilität von Biofeedback-Methoden ist durch eine Fülle klinischer Studien dokumentiert. Patienten beurteilen ihre Erfahrungen mit psychophysiologischen Methoden in der Regel positiv und die Heilung fördernd. Sie lernen, dass sie eine Mengte tun können, ihr Schmerzerleben günstig zu beeinflussen.

Biofeedback wird eingesetzt bei:

  • Spannungskopfschmerz und Migräne
  • Panikattacken/Phobien
  • Hypertonie (hoher Blutdruck)
  • Hypotonie (niedriger Blutdruck)
  • Tinnitus (Ohrgeräusche)
  • Bruxismus (Zähneknirschen)
  • Schmerzen des Bewegungsapparates (z. B. Rückenschmerzen, Schulter-/Armschmerzen)
  • Neuromuskuläre Störungen
    (Nerven oder Muskeln betreffend oder von ihnen ausgehende Störungen)
  • Zervikalsyndrom
    (sensorische oder motorische Störungen im Bereich des Halses, des Schultergürtels und er oberen Extremitäten)
  • Inkomplette Paresen (unvollständige Lähmungen)
  • Morbus Raynaud
    (anfallartig auftretende Durchblutungsstörungen meist in den Fingern)
  • Asthma
  • Hyperventilationssyndrom
  • Allgemeine Muskelschwäche
    (Durch Ruhigstellen, Verletzungen, Operationen, Lähmungen)
  • Harn- und Stuhlinkontinenz

SCHMERZtherapeutische
TAGESKLINIK

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Regionales SCHMERZzentrum
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